Das Europäische Parlament hat seine Empfehlungen zur Bekämpfung der Wohnraumkrise in der EU verabschiedet und schlägt Lösungen für angemessenen, nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum vor.
Der hessische Wirtschafts- und Wohnungsminister und stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori begrüßt die Initiative des Europäisches Parlament zur Bekämpfung der Wohnungskrise in vielen europäischen Regionen und erklärt: „Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass sich auch die europäische Ebene stärker mit der Sicherung von bezahlbarem Wohnraum befasst.“
Maßnahmen für mehr Transparenz auf den Wohnungsmärkten, gegen spekulativen Leerstand sowie zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen könnten Städte und Regionen wirksam unterstützen. „Entscheidend ist, dass die europäischen Initiativen die Handlungsmöglichkeiten von Ländern und Kommunen stärken und zusätzliche Investitionen in den Wohnungsbau mobilisieren“, so Mansoori.
Hintergrund:
Die Wohnungskrise betrifft inzwischen viele Regionen in Europa. Steigende Mieten, hohe Baukosten und zunehmender Druck auf städtische Wohnungsmärkte führen dazu, dass sich auch die europäische Ebene stärker mit dem Thema befasst. Zwar liegt die Zuständigkeit für Wohnungsbau- und Mietrecht weiterhin vor allem bei den Mitgliedstaaten und Regionen, doch die Europäische Union kann insbesondere über die Regulierung digitaler Plattformen, Markttransparenz und Finanzierungsinstrumente Einfluss nehmen.
Vor diesem Hintergrund hat das Europäisches Parlament erstmals einen umfassenden Bericht zur europäischen Wohnungskrise verabschiedet und die Europäische Kommission aufgefordert, unter anderem Vorschläge zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb vorzulegen sowie zusätzliche Investitionen in bezahlbaren Wohnraum zu mobilisieren. Ziel ist es, Städte und Regionen in Europa bei der Sicherung von bezahlbarem Wohnraum stärker zu unterstützen.