Jemald malt einen bunten Stundenplan, drumherum liegen viele Stifte

Warum ist der 29. Februar ein Schalttag?

2000 Jahre zurück

In der Schule haben wir gelernt, dass ein Jahr 365 Tage hat. So sind auch unsere Kalender ausgelegt. Kalender helfen uns dabei, Termine im Blick zu behalten. Zum Beispiel: Wann ist die Mathe-Klausur? Wann hat Oma Geburtstag? Wann fangen die nächsten hessischen Ferien an?

Schon in der Antike spielte der Kalender eine wichtige Rolle. Zwar gab es vor 2000 Jahren noch keine hessischen Osterferien. Aber vor allem Bauern mussten die Zeit im Blick behalten und planen. Sie mussten wissen, wann sie ihre Felder bestellen sollten. Dafür orientierten sie sich Tag für Tag am Stand der Sonne und an den Jahreszeiten. Mit der Zeit lernten die Menschen, dass die Sonne in einem Erntejahr 365-mal auf- und untergeht. Damit hatten sie die Grundlage für ihren ersten Kalender!
 

Wenn die Erde trödelt

Eines Tages rechnete der griechische Astronom Hipparchos von Nicäa die Kalendertage nach. Er orientierte sich dabei am wiederkehrenden Sternenbild des Himmels. Die Sternbilder lassen sich viel genauer bemessen als der Stand der Sonne. Sein Ergebnis: In der Tat, ein Jahr dauert 365 Tage … plus 5 Stunden, 55 Minuten und 12 Sekunden!

Bis die Erde die Sonne umkreist hat, braucht sie also ein kleines bisschen länger als 365 Tage. Diese kleine Ungenauigkeit kann trotzdem zu einem großen Problem werden. Jahr für Jahr geht ein Viertel eines Tages im Kalender unter. Nach vier Jahren fehlt uns dann schon ein ganzer Tag. Ein paar Jahrzehnte später wäre die Zeit dann schon so aus dem Kalender-Ruder gelaufen, dass wir schon im August Schlittschuhlaufen gehen könnten!

Da fehlt ein Tag!

Was nicht passt, wird passend gemacht

Das Problem erkannte auch der römische Gaius Iulius Caesar. Die Ernteplanung sollte sicher sein; es musste eine Lösung her. So kam es zu dieser Überlegung: Alle vier Jahre fehlt ein Tag? Dann hängen wir ihn halt an! Und weil der Februar zu antiken Zeiten der letzte Monat des Kalenders war, wurde dieser kurzerhand um einen Tag verlängert. Aber nur alle vier Jahre natürlich.

Eigentlich ist der 29. Februar also gar kein zusätzlicher Tag. Er wird nur sehr verspätet nachgeholt, sozusagen „dazugeschaltet“. Kinder, die am 29. Februar geboren sind, müssen trotzdem nicht vier Jahre auf ihren Geburtstag warten. Sie dürfen sich stattdessen einen Ersatzgeburtstag direkt davor oder danach aussuchen. Vielleicht den Tag mit dem meisten Sonnenschein? 

Drei junge Teenager stehen fröhlich nebeneinander, 1 hält einen Stern, 1 jubelt, 1 hält ein Heft

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